05
März
Verdrängung hat viele Gesichter

Die „Wrangelkiezinitiative gegen steigende Mieten und Verdrängung“ ist durch die allgemeine Diskussion zum Thema Mieterhöhung und Verdrängung auch auf die Situation der Freien Schule Kreuzberg FSX (Auslauf des Mietvertrages) aufmerksam geworden.

Als Teil der Antigentrifizierungsbewegung ist uns nicht verständlich, wie das Projekt FSX die Verdrängung eigener Mitarbeiter_innen damit vereinbaren kann, Unterstützung aus der Solidaritätsbewegung gegen Verdrängung zu erwarten.
Bereits im Januar hat die Wrangelkiezinitiative in einem Brief den Vorstand der FSX zu einem klärenden Gespräch aufgefordert, aber bis heute keine Antwort erhalten. Auch auf persönliche Nachfrage haben die Verantwortlichen der FSX bis heute nicht reagiert und halten es offenbar nicht für nötig den Sachverhalt zu klären und Verantwortung zu übernehmen.

Deshalb wenden wir uns jetzt mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit:
offener brief der wrangelkiezinitiative gegen mieterhoehung und verdraengung 23.02.2013 (2013, 41 KB)
Die Wrangelkiezinitiative gegen Mieterhöhung und Verdrängung


 
 
21
Juni
In der Forster Str. 8 beobachtete ein Mieter heute, wie ein adrett gekleideter Herr mit dreifacher Begleitung sich im Hof aufhielt und seinen Begleiter_innen Daten zur Bausubstanz mitteilte. Nachdem der Mieter sich das Treiben einen Moment lang angesehen hatte, fragte er nach dem Grund für den Besuch. Sichtlich unangenehm berührt druckste der Herr im Anzug herum, er möchte nichts dazu sagen, schließlich hätten beide das Recht, sich in dem Haus aufzuhalten, dies sei ja ein freies Land. Nur seinen Namen und dass er von den Eigentümern, nicht von der Hausverwaltung, geschickt war, ließ er letztlich doch verlauten.
Ein anderer Mieter begegnete kurz darauf ebenfalls der Besuchergruppe. Wieder wollte von ihnen niemand verraten, was sie hier täten, alsbald wurden sie laut darüber, dass ihre Visite durch lästige Fragen gestört wurde. Also wurden andere Mieter_innen des Hauses aus ihren Wohnungen hinzugeholt. Kurz darauf trafen zwei junge in legerem Schick mit Sonnenbrille gekleidete Herren ein, die in gebrochenem Englisch die spontane Nachfrage der Mieter bestätigten, dass sie am Kauf des Hauses interessiert seien. Als dann weiter versucht wurde, mit den Interessenten ins Gespräch zu kommen, verlor eine der Besucherinnen ihre Beherrschung und schubste den fragenden Mieter aggressiv weg, so dass dieser kurzzeitig ins Taumeln kam, sich sogleich jedoch wieder fangen konnte.
Ohne besonders angetan von dem Zustand des verwahrlosten Hauses zu sein, verließen die Interessenten mitsamt der EigentümerBesuchergruppe das Terrain.

Es sieht also so aus, als habe das gemeinsame Kämpfen gegen die mieterhöhende Modernisierung* die Eigentümer zur Aufgabe des Objektes bewegt.

*= siehe dazu die MieterEcho-Artikel in den Ausgaben 341 ( http://www.bmgev.de/uploads/media/me341heft.pdf , S. 20/21) und 345 ( http://www.bmgev.de/fileadmin/redaktion/downloads/mieterecho/2011/me345heft.pdf , S. 19/20).

 
 
Über Café Reiche
Café Reiche ist ein loser Zusammenhang von Bewohner_innen aus dem Kiez rund um die Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg. Seit Oktober 2010 wird sich regelmäßig getroffen, ausgetauscht und gemeinsam an Projekten gearbeitet.

Kontakt
Zu kontaktieren ist Café Reiche unter cafereiche[at]riseup.net.

Treffen
Wir treffen uns jeden 1. Sonntag des Monats um 16 Uhr in der Kantine der Regenbogen-Fabrik in der Lausitzer Straße 22 im Hinterhof.

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