Von moreno | Donnerstag, 17.10.2013 um 22:53 | Thema: Oeffentlichkeit
Ca 700 Menschen hatten die Nacht zum Mittwoch, (16.10.13) gemeinsam in Salt (Girona, Katalonien, Spanien) verbracht um die Räumung eines von Familien besetzten Gebäudeblocks zu verhindern, als die Nachricht eintraf, daß der europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden hat, daß die Räumung zum Schutz der Familien aufgeschoben werden muss. Begründet wird dies unter anderem wegen des Schutzes der Kinder in diesem Gebäudeblock, den der spanische Staat zu erbringen hat. Laut Autoren des eines spanischen Online-Magazins diagonal-periodico (link zu artikel siehe unten) ist dies ein schwerer Schlag, sowohl für die spanische Zentral-, wie für die katalonische Regionalregierung, die beide bereits die Polizei für die Räuumung bereitgestellt hatten.
Der Gebäudeblock gehört der "sareb", der spanischen bad-bank. Er wurde im Rahmen der obra-social-kampange ("Sozialwerk") der PAH besetzt. Die 60 PAH-Gruppen in Katalonien, sowie alle spanischen PAH-Gruppen riefen zu Aktionen zum Schutz vor Räumung des Salt-Gebäudeblocks auf. Vorsichtshalber hatten die Aktivist_innen bereits ein weiteres leerstehendes Gebäude in der Nähe "geöffnet", um selbst für den Schutz der über 40 betroffenen Personen zu sorgen.
Das Salt-Gebäude ist eines von 13 von Familien besetzen Gebäuden in Katalonien, welche die PAH, zusammen mit anderen Gruppen, wieder "belebt" haben. Die PAH erklärte bereits, daß sie ihre obra-social-Besetzungskampange verstärkt fortsetzen werde.
Zur Zeit ermöglichen diese Besetzungen 712 Personen eine Unterkunft.
Solidarische Grüße an die Aktivist_innen der PAH in Spanien!
Kommt zum europäischen Aktionstag für ein Recht auf Wohnen und informiert euch
am Samstag, den 19. Oktober, ab 14 Uhr am Gecekondu-Kotti-Camp!
oder per Twitter: #19o
Von moreno | Donnerstag, 17.10.2013 um 21:12 | Thema: Oeffentlichkeit
Am kommenden Samstag, den 19. Oktober finden in vielen Städten Aktivitäten im Umfeld
des Aktionstag für das Recht auf Wohnen statt. Demonstrationen, öffentliche Versammlung auf den städtischen Plätzen und Besetzungen sind angekündigt.
Auch in Berlin werden wir aktiv sein.
Kommt um 14 Uhr zum Gecekondu-Kotti-Camp (U-Bahnstation Kottbusser Tor)!
Dort werdet ihr weitere Informationen erhalten.
Informiert euch schon jetzt per Twitter: #19o https://twitter.com/search?q=%2319o&src=hash
Kämpfen wir international gegen Wohnraum als Ware.
Von anfana | Freitag, 04.10.2013 um 22:11 | Thema: Oeffentlichkeit
Liebe NachbarInnen,
wir starten wieder mit den Nachbarschaftsversammlungen. Nächstes Treffen ist am 6. Oktober, 16 Uhr in der Kantine der Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22).
Wir wollen uns mit euch über die neusten Entwicklungen im Reichekiez austauschen und Infos über Verdrängung und Widerstand sammeln und streuen.
Von einer-aus-der-forster8 | Montag, 29.07.2013 um 19:46 | Thema: Oeffentlichkeit
Am 18. Juli 2013 waren drei Frauen aus den Niederlanden in Berlin und haben von dem neoliberalen Rückbau der sozialen Wohnraumversorgung sowie orwellschem Umgang mit Mieter_innen mit geringeren Einkommen berichtet.
Von moreno | Sonntag, 14.07.2013 um 16:16 | Thema: Oeffentlichkeit
Zwangsräumungen finden nicht nur in Kreuzberg oder im Stadtzentrum statt.
Tom aus Staaken soll am Montag morgen geräumt werden.
Seine Geschichte und warum die Zwangsräumung verhindert werden muss,
erzählt uns Tom selbst.
Keine Zwangsräumung nirgendwo!
Kommt alle morgen früh um 7:30 Uhr nach
Berlin-Staaken
Pillnitzer Weg 15
Von moreno | Sonntag, 14.07.2013 um 00:06 | Thema: Oeffentlichkeit
Montag, 15.7., 07:30 Uhr pünktlich, Pillnitzer Weg 15, Spandau* Staaken in Spandau, Pillnitzer Weg.
Hunderte Mietwohnungen im Block. Früher städtischer Wohnungsbau bei der Degewo, vor einigen Jahren verscherbelt, viele Eigentümerwechsel, jetzt ist die Ypslion Liegenschafts-Verwaltungs GmbH im Besitz. Mit den privaten Eigentümern kamen die Probleme. In den Häusern wurde nichts mehr gemacht, die Mieten dafür angezogen. Entmietet wird, wo es nur geht. Der Mieter_innenwechsel ist hoch, der Leerstand auch. Der Neuvermietungspreis hat jetzt 13€/qm warm erreicht. Für die Ypsilon heißt das Profit, für die Mieter_innen Stress und Verdrängung.
Tom wohnt seit 11 Jahren in Staaken und ist dort bei der Mieter_inneninitiative. Er engagiert sich gegen die Zustände, informiert seine Nachbarschaft und schreibt einen kleinen Artikel im Lokalblatt der Linken. Für die Ypsilon wird er so zum Problem. Es folgen acht fristlose Kündigungen, bis eine Räumungsklage erfolgreich durchgesetzt werden kann. Auch die Arbeit der Mieter_inneninitiative wird verhindert.
Drei Tage vor der Zwangsräumung gibt es von Tom und Bündnis nochmal den Versuch eines Gesprächs mit der Ypslion vor Ort. Die Tür bleibt zu, es wird mit der Polizei gedroht. Die Zwangsräumung am Montag soll durchgezogen werden. Tom wünscht sich, dass das nicht ohne Öffentlichkeit, Protest und Widerstand passiert. Er will ein Zeichen setzen gegen hohe Mieten und Verdrängung. Und er will natürlich sein Zuhause behalten. Für ihn bedeutet diese Zwangsräumung den Gang in die Obdachlosigkeit.
Von anfana | Freitag, 21.06.2013 um 15:07 | Thema: Oeffentlichkeit
Erst das Essen, dann die Miete!
Am Samstag, dem 22. Juli, gibt es ab 18:00 in der Lausitzer Straße ein öffentliches Essen gegen Verdrängung. Mit dem öffentlichen Essen starten wir in Berlin in die Bundesweite Aktionswoche gegen Mietenwahnsinn. Ihr seid alle eingeladen! Kommt - esst - und wir bleiben alle!
Von moreno | Samstag, 01.06.2013 um 16:09 | Thema: Oeffentlichkeit
Nachbar_innen wehren sich weltweit.
Sie haben ihre eigenen Vorstellungen, wie sie leben und wohnen wollen.
Und an immer mehr Orten der Welt wehren sie sich gegen Projekte,
die aus Geld noch mehr Geld machen wollen.
Bereits die ganze Wochen wehren sich Menschen gegen die Zerstörung
einer der letzten grossen Parks in Istanbul.
Gestern ging die Polizei mit grösster Brutalität gegen die Protestierenden vor.
Im Laufe des Tages und der Nacht solidarisierten sich immer mehr Nachbar_innen
in Istanbul und anderen Städten der Türkei. Es wird von zig-tausenden berichtet.
Heute wird es zahlreiche Solidaritäts-Demonstrationen in Istanbul, der ganzen Türkei
und vielen anderen Orten weltweit geben.
Auch in Berlin!
Kommt heute, Samstag, den 1. Juni 2013 um 17 Uhr nach Kreuzberg zum Kotti.
Demonstrieren wir gemeinsam solidarisch mit den Nachbar_innen aus der Türkei.
Café Reiche ist ein loser Zusammenhang von Bewohner_innen aus dem Kiez rund um die Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg. Seit Oktober 2010 wird sich regelmäßig getroffen, ausgetauscht und gemeinsam an Projekten gearbeitet.
Kontakt
Zu kontaktieren ist Café Reiche unter cafereiche[at]riseup.net.
Treffen
Wir treffen uns jeden 1. Sonntag des Monats um 16 Uhr in der Kantine der Regenbogen-Fabrik in der Lausitzer Straße 22 im Hinterhof.